Beispielanalyse

Beispielanalyse

Das Sonett „Es ist alles Eitel“ von Andreas Gryphius thematisiert die Vergänglichkeit alles Irdischen. In vier Strophen beschreibt das lyrische Ich, dass sowohl materielle Güter als auch menschliches Leben der Zeit nicht standhalten. Es stellt fest, dass nichts von Dauer ist und dass am Ende alles vergeht.

In der ersten Strophe wird eine allgemeine Aussage über die Welt getroffen. Das lyrische Ich behauptet, dass überall auf der Erde „Eitelkeit“ zu finden ist. Mit „Eitelkeit“ ist hier nicht Überheblichkeit gemeint, sondern Vergänglichkeit und Bedeutungslosigkeit. Als Beispiel nennt das Gedicht prächtige Bauwerke, die Menschen errichten. Obwohl diese beeindruckend erscheinen, verfallen sie mit der Zeit. Damit wird direkt zu Beginn des Gedichts klargestellt, dass nichts Bestand hat.

Die zweite Strophe greift diesen Gedanken auf und erweitert ihn. Hier wird deutlich, dass nicht nur Gebäude und Städte vergehen, sondern auch andere Dinge, die Menschen für wertvoll halten. Sowohl Schönheit als auch Ruhm und Reichtum sind nicht von Dauer. Auch ganze Reiche, die einst mächtig waren, gehen unter. Das Gedicht zeigt also, dass sowohl persönliche Errungenschaften als auch große politische Macht letztlich nichts gegen den Lauf der Zeit ausrichten können.

In der dritten Strophe wird die Vergänglichkeit noch eindrücklicher beschrieben. Das lyrische Ich betont, dass selbst Dinge, die stabil und fest erscheinen, mit der Zeit zerstört werden. Dabei wird besonders deutlich, dass nicht nur von Menschen geschaffene Dinge vergehen, sondern auch die Natur selbst. Damit wird die Unaufhaltsamkeit des Verfalls unterstrichen.

Die vierte Strophe bildet den Abschluss und verstärkt die vorherigen Aussagen. Hier heißt es, dass am Ende alles „zu nichts zerfallen“wird. Diese letzte Strophe fasst den Hauptgedanken des Gedichts zusammen: Alles Irdische lässt sich auf, egal wie beständig es erscheint.

Das Gedicht ist klar aufgebaut. Es beginnt mit einer allgemeinen Feststellung aber die Vergänglichkeit, liefert, dann Beispiele aus verschiedenen Bereichen des Lebens und endet mit einer abschließenden Bestätigung, dass alles vergeht.